Seven Seals Double Wood Finish Peated Cask Proof- Der aufgehende Stern am Whiskyhimmel?

Ich gebe zu, eine steile These aber ein Whisky der 2020 in Jim Murrys Whisky Bible 94.5 Punkte bekommen hat kann so schlecht nicht sein oder? Die Brennerei aus dem Schweizer Kanton Nidwalden am Vierwalstätter See geht neue Wege bei der Whiskyherstellung. Ihr Motto ist:
«TIME DOESN’T MATTER, TASTE MATTERS.»
Durch das spezielle Verfahren wird die Lagerzeit verkürzt und trotzdem kann die subtraktive und die aditive Reifung wie bei einer langen Fassreifung wirken. Hier eine kurze Erklärung des Masterblenders. aber nun zum Whisky:

Seven Seals Double Wood Finish Peated Cask Proof

Nase:
Der Rauch kommt sehr subtil ich rieche geräucherte Paprika und Vanille ausserdem noch Bittermandel. Der Alkohol brennt etwas in der Nase. Des Weiteren ist ein Hauch Lebkuchengewürz vorhanden sowie gedörrte Früchte.

Mund:
Das erste was ich wahrnehme ist Vanille, ausserdem Honig und immer wieder die gedörrten Früchte. Danach kommt der Rauch wieder zum Vorschein. Erbenötigt auf keine Fall Wasser. Einzig der Alkohol verliert seine Schärfe, neue Aromen konnte ich keine entdecken.

Abgang:
Der bleibt auf jeden Fall lange im Gaumen der Rauch und die Früchte sind selbst nach 5 Minuten noch immer vorhanden.

Fazit:
Ist er nun der neue Stern am Whisky Himmel? Nun ich könnte jetzt sagen Bill Murrys Whisky Bible irrt nicht 😉
Meiner Meinung nach ist es ein verdammt gelungener Whisky der viele Aromen und ein lang anhaltendes Geschmackserlebnis bietet.
Ich werde auf jeden Fall nächstes Jahr bei der Brennerei vorbeifahren und mir wenn es geht das Verfahren ansehen und genau erklären lassen. Die Whisky Industrie bekommt ja seit in den USA die Fässer mehrfach verwendet werden dürfen langsam ein Fassproblem und wenn ein Whisky nach sechs Jahre eine Qualität hat wie er sonst nach 15 oder 20 Jahren hat wäre das ja eine mögliche Lösung.

92/100

Bilder: Eigene Anfertigung (Stefan) | Sample: eigene Flasche