Reisebericht Schottland 2026 – Teil 3: Lochaber
Tag 6
Nach drei Nächten in Oban hieß es Abschied nehmen. Die Route führte weiter nach Norden, allerdings nicht ohne die obligatorischen Burgstopps unterwegs. Den Anfang machte Dunstaffnage Castle, eine der ältesten Steinburgen Schottlands (13. Jh.). Die Burg thront auf einem rund 400 Millionen Jahre alten Konglomeratfelsen direkt an der Küste. Schon beim Blick auf die Anlage wird verständlich, kann ich nachvollziehen, wenn sich Belagerer zweimal überlegen, ob sich ein Angriff wirklich lohnt.
Der zweite Halt führte uns zu Castle Stalker. Die kleine Burg auf ihrer Gezeiteninsel dürfte Monty-Python-Fans bekannt vorkommen, schließlich spielte dort die Schlussszene von „Die Ritter der Kokosnuss“. Bei einem kurzen Strandspaziergang stolperten wir über die historischen Gleise der U-Bahnlinie 3 (auch auf dem Foto zu sehen), die anno dazumal Stalker mit dem Festland verbanden – munkelt man.
Nach einem Zwischenmahl im pittoresken Glencoe ging es weiter in die Nähe des Ben Nevis. Unser Ziel waren die Steall Falls, dem mit rund 120 Metern Fallhöhe der zweithöchste Wasserfall der britischen Insel. Allein der Weg dorthin ist eine Wanderung wert: Die Natur war atemberaubend und das wechselhafte Wetter sorgte für herrliche Lichtspiele an den Berghängen. Auch der Gang über die Dreiseilbrücke war ein Highlight.
Für die Nacht hatten wir eine Unterkunft direkt am Ufer des Loch Leven gebucht. Der Wind blies kräftig über das Wasser und sorgte dafür, dass unablässig neue Wellen brandeten. Ich entschloss ich mich zu einem alkoholfreien Abend, stattdessen nutzte ich die vorhandene Küche und bereitete mir ein ordentliches Steak zu. Nach den vielen Eindrücken des Tages genau das Richtige.
Der darauffolgende Tag führte uns weiter nach Norden.
Bilder eigenangefertigt



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