10 Jahre keinehalbendrinks.de – Ein Fest!
Time flies, when you are having fun. So geht das Sprichwort. Und es ist wahr. Niemals hätte der Autor am 07.04.2016 geglaubt, dass er 10 Jahre lange blogen würde und erst recht nicht welche Dimensionen das erreicht. Von „wir schreiben mal auf, was uns so zur Barkultur einfällt“ hin zum umfangreichsten, deutschsprachigen Whiskyreview-Blog war ein kurzweiliger Weg. Das Jubiläum muss natürlich gefeiert werden. Wie immer bei diesen Feierlichkeiten wurden Cocktails kreiert, Whisky verkostet und viel Spaß gehabt.
Kein halber Martini
Als erstes haben wir vor Ort (Tobias, Christian, Priscilla und Christine) Tobias Cocktail genossen. Ein solches Jubiläum ist immer auch eine gute Gelegenheit, um in den Rückspiegel zu blicken. Ursprünglich kamen wir mal von den Cocktails. Wir haben uns mit Konstruktion und Dekonstruktion beschäftigt, mit Vintage Cocktails, Techniken und vielem mehr. Für Tobias gab es mal eine Zeit, in der er den Martini näher beleuchtet hatte (siehe auch: Link).
Kommend vom „Schwarzendorff Martini“, der halbtrockenen Riesling und Gin vereint, habe ich mir eine neue Variante überlegt. Wir mochten den Cocktail damals sehr. Aber es gibt Zutaten, die uns heute etwas besser repräsentieren. Wir haben Zugang zu Sauterne gefunden. Und so habe ich den Riesling ersetzt und den Gin entsprechend gewählt. Der Tanqueray Ten passt natürlich sehr gut, weil er auch die 10 im Namen trägt. Aber ich habe ihn auch gewählt, weil er mit der deutlichen Zitrusnote und hohen Klarheit seinen Raum einnimmt aber nicht dominiert. Der Sauterne ist aus dem Jahrgang der Gründung 2016. Er hat genug Tiefe, um nicht nur süß zu sein, er ist aber immer noch nicht so komplex, dass er in einem Cocktail verloren wirkt. Abgerundet und verbunden wird mit dem Orange Bitter von The Bitter Truth.
– Tobias über den Cocktail „Kein halber Martini“



Alle sind sehr zufrieden mit dem Cocktail. In der Nase kriegt man den Gin sehr gut mit, im Körper den Sauterne und insgesamt ist er sehr balanciert und lecker. Natürlich muss man sich für die Süße begeistern können, aber das ist bei Sauterne ja offensichtlich. Währenddessen haben wir uns dann noch über Foodpairing unterhalten, denn Tobias hat da mal was vorbereitet. Schinken, um mit Fett und Salz die Geschmacksnerven zu öffnen. Geröstete Walnüsse und gereifter Parmesan, um die Süße zu verbinden. Und blanchierte Garnelen, mit Zitronenabrieb, für Klarheit.

The Last Whisper
Christian ist am Zug. Sein Cocktail ist eine Homage an Cocktails, die er mit Tobias in Verbindung sieht. Um nicht nur die 10 Jahre des Blogs in den Mittelpunkt zu rücken, sondern auch die Person dahinter. Für Christian sind zwei Cocktail untrennbar mit Tobias verbunden.
Tobias hat vor Jahren eine „Mother in Law“-Variante ins Leben gerufen. Nur durch den Einsatz von Wild Turkey Rare Breed, statt irgendeinem Bourbon, hebt sie den Cocktail auf ein ganz anderes Level. Den haben wir dann nach seiner Schwiegermutter benannt und im Freundeskreis etabliert. Außerdem hat er es geschafft, dass der „Mezcal Last Word“ auf die Karte einer der besten Cocktailbars Nürnbergs fest etabliert wird. Nun war meine Idee diese beiden Dinge zu vereinen. Allerdings musste ich dann beim Ausprobieren feststellen: Mezcal funktioniert hier irgendwie nicht. Deshalb hab ich ihn durch das ersetzt, was mich selbst sehr gut repräsentiert und was generell alles besser macht: Port Charlotte. Für die Moderne habe ich den Schladerer Maraschino verwendet, den ich mittlerweile besser finde als die bisher üblichen Marken. Um die Vintage Cocktails zu repräsentieren gibt es einen alten Cherry Heering, den Peter Heering. Da der Cocktail nicht ganz so in your face ist wie ein „Last Word“ heißt er dann „Last Whisper“. – Christian über den Cocktail „The Last Whisper“



Wunderbar integriert, viel Tiefe und gefährlich trinkig. So lautet das Fazit. Wir haben außerdem noch festgestellt, dass man mit dem Limettensaft aufpassen muss. Je nach Limette könnte er leicht seifig werden. Vielleicht erstmal mit etwas weniger mixen und dann nach Bedarf noch ein wenig nachlegen.
Cranberry-Currant-Fizz
Bevor wir zum Whisky übergehen gibt es von Christine noch einen Palate-Cleanser. Sie hat uns einen alkoholfreien Cocktail mitgebracht, der eine Option hat doch mit Alkohol zubereitet zu werden. Fizzes sind ja auch Klassiker der Bar und so passt auch das in unsere Runde.
Ich wollte eine schöne alkoholfreie Option anbieten. Der selbstgemachte Sirup ist dabei gleichzeitig raffiniert und einfach. Ursprünglich würde man das ganze nur mit Cranberrys zubereiten, aber dafür ist einfach nicht die Zeit. Was es aber schon gibt sind frische Johannisbeeren und damit hat das ganze eine frühlingshafte, fast schon sommerliche Leichtigkeit. – Christine über den Cocktail „Cranberry-Currant-Fizz“



Und er macht genau das was gewünscht war. Erfrischend, klärend, prickelnd und einladend. Wir wechseln an den Tisch und holen online auch noch Astrid und Alexander dazu. Es geht über zu den Whisky. Zwei Samples wurden vorab für alle zur Verfügung gestellt. Wir sprechen kurz über die Volumenprozent der beiden Abfüllungen. Denn wir wollen diese erstmal blind verkosten. Wir entscheiden uns für Astrids Sample (danke nochmal dafür!), denn dieser Whisky hat nur 40% und Tobias befürchtet sein Sample würde dieses zu sehr dominieren, wenn wir mit seinem anfangen. Als Disclaimer noch: Die Notes im Folgenden sind jeweils ein Gemeinschaftsprodukt und aus der handschriftlichen Mitschrift von Tobias. Sie sind also weder schlüssig, noch vollständig, noch mit Astrids oder Tobias üblichen Reviews zu vergleichen.
Inverleven 1991 – Gordon & MacPhail
Als Astrid dieses Sample an Tobias überreicht hat sagte sie nur „der wird sicher zum Schließen von Lücken beitragen“. Wie recht sie hat. Dies ist unser erster Inverleven. Der Brennstil dieser Nieschenbrennerei hat es nie in die Breite geschafft. Somit sind die Bottlings auch entsprechend rar. Aber G&M hat einige in ihrer „Licensed“-Reihe abgefüllt. Hier haben wir den 21-jährigen mit 40%. Mehr Infos gibt es nicht. Link zur Whiskybase
Nase: „Very fruity“ und „alt“ sind die ersten Ausrufe. Sofort überlegen wir ob es ein Brown Label ist. Sind uns aber einig, dass dazu nochmal etwas „Wumms“ fehlt. Da sind gelbe Früchte, Sherry, Honigmelone, Aprikose, Apfel und Minze. Er riecht insgesamt sehr frisch. Ein Zitronenkuchen und unreife Ananas.
Mund: Milchschokolade, kandierte Früchte und Limette.
Abgang: Grasige Noten. Er hat genug Kraft um über die 40% zu täuschen, aber ist trotzdem zu kurz für viel mehr. Es gibt immer noch Schokolade und die frischen Noten zu entdecken. Auch Früchte sind noch da.
Fazit: Wir waren alle ganz angetan. Erraten haben wir es natürlich nicht. Wie auch. Aber immerhin waren wir mit den Lowlands schon irgendwie richtig. Ein paar Sachen konnten wir ausschließen. Aber Spot on waren wir nicht. Bewertet haben Tobias 86/100, Alexander 87, Christian 87 (und er betont dabei, dass dies nicht sein Profil ist), Priscilla 85 (wenn sie „unsere“ Skala anwendet, siehe dazu auch noch weiter unten).
St. Magdalene 1982 49.10 – The Scotch Malts Whisky Society
Während wir noch beim Inverleven sind gibt Tobias den Menschen online bescheid, dass sie gerne sein Sample schon mal einschenken können. Und wenn vorhanden soll ein großes Glas verwendet werden, damit viel Sauerstoff ran kommt. Vor Ort ist die Verwunderung groß, als das selbst mit Weißweingläsern umsetzt. er verrät noch nicht, dass im Glas ein 16 Jahre gereifter St. Magdalene ist, der mit schlanken 64,8% abgefüllt wurde. (Anm. Tobias: In der Whiskybase steht, das er aus einem Sherry Butt abgefüllt wurde. Das glaube ich nicht. Es steht nicht auf der Flasche und das Destillat gibt das auch nicht her). Link zur Whiskybase
Nase: Orangenstäbchen, Gras, Sonnenblumenöl, Kuchen. Von der einen Seite kommt: „Darf ich trinken, ich will das nicht mehr riechen müssen“. Grüne Äpfel, nasser Kiesweg und eine deutliche Frische. Von der anderen Seite kommt: „ich hatte noch nie etwas Vergleichbares“.
Mund: Lampenöl, Honig, Tabak, Gras, Pfeffer, Chili. Tankstelle, Diesel und Asche. Jede Menge Umami. Auch wieder das Sonnenblumenöl.
Abgang: Dürfte länger sein. Der Alkohol bleibt aber sehr lange stehen. Bei 65% auch kein Wunder. Er wird trocken. Das ist Zuckerguss, Gras, Salz, Muskatnuss. Wasser gibt ihm eine intensivere Süße. Experimente mit anderen Gläsern und Wasser geben Tobias recht. Das große Glas ist genau richtig.
Fazit: Priscilla findet ihn schwierig und will keine Punkte geben. Christian stellt fest dass es nicht sein Profil ist, aber dieser eine Moment im Leben ist 89 Punkte wert. Tobias ist wie bei seinen Tastingnotes (Link) bei 90 Punkten. Alexander kriegt ist verzückt und gibt 90 Punkte. Astrid hebt sich den Großteil auf, um ihn „ordentlich“ zu reviewen. Natürlich hat die Runde irgendwie den St. Magdalene erraten, deduktiv, da es ja von Tobias eingeschenkt wurde. Dieser klärt dann auf, dass er konkret diesen StM gewählt hat, weil das eben pures Destillat ist. Das Fass hat hier quasi nichts getan, die Farbe ist fast bei Wasser. Näher kommt man an das Destillerienprofil nicht ran und damit war es genau der richtige Dram für heute. Zudem ist so ein Einhorn natürlich für den Anlass auch passend.
Bruichladdich 1966 Riserva Veronelli
Für Christian und Tobias gibt es dann noch ein Sample von Christian, dass Tobias auch wieder blind ins Glas kriegt. Darin ist dann ein Moon Import Laddie Riserva Veronelli. 2400 Flaschen mit 53,5% wurden 1983 davon abgefüllt. Link zur Whiskybase
Nase: Sherry, sherry Lady… gute Maraschino Cocktail Kirschen, Mon Cherrie auf Steroiden. Außerdem feine Tabak und Ledernoten. Auch ein wenig Erdbeeren.
Mund: Tabak, jetzt deutlich intensiver. Kirschschnaps, Pfeffer, Lebkuchen ohne Zucker. Insgesamt also sehr würzig. Und das ist noch untertrieben.
Abgang: Trocken und bitter. deutliche Röstaromen. Kaffee, dunkle Schokolade. Dann nochmal die würzige Seite. Jetzt vor allem mit Nelken und Kardamom.
Fazit: Tobias errät korrekt, dass es sich um einen 1960er Laddie handelt und nicht um einen der besten aus seiner Sicht. Er hatte ihn auch schon mal im Glas, in Limburg. Und er kam da zum gleichen Ergebnis. Das ist ein toller Whisky, aber in der Reihe der 1960er Laddie ist er zu sehr vom Sherry dominiert. Da können andere dann mehr. Christian und Tobias sind beide bei 89/100
Das umgekehrte Interview
Tobias hat seine Gäste darum gebeten jeweils eine Frage mitzubringen, die sie im stellen. So entsteht endlich mal wieder ein Interview auf keinehalbendrinks.de – nur umgekehrt. Nebenher haben wir noch ein paar schöne Sachen im Glas. Alexander hat einen Highland Park 2003, bei dem er aus dem Schwärmen nicht mehr raus kommt. Astrid einen älteren Glenlivet 12 mit viel Sherry, der erstaunlich gut mithalten kann und Christian und ich lassen es uns auch gut gehen (siehe rechts).
Christian: Was hat sich für dich, in deiner Wahrnehmung, geändert. Nach innen, also was du magst und nach außen.
Tobias: Das ist eine lustige Frage, denn gerade in diesen Tagen schließt sich da ein Kreis. Ich habe in gewisser Weise zu Clynelish zurück gefunden. Da hatte ich aktuell viele schöne Abfüllungen im Glas. Generell gesprochen ist mein Profil auf jeden Fall weiterhin sehr klar. Bourbon Casks, Refills, all diese Dinge als Grundlage für ehrliche, unveränderte Destillerieprofile. Nach außen, in der Whiskywelt, kann ich nur mutmaßen. Farbtrinken ist ein Thema. Desto dunkler, desto beliebter. Es darf dabei auch gerne süß sein.
Alexander: Wie siehst du denn die Entwicklung von keinehalbendrinks.de auch im Vergleich zu neuen Kanälen, die in kurzer Zeit eine große Community auf YouTube erreichen. Gibt es von dir dann jetzt auch Video.
Tobias: Ganz sicher nicht. Das ganze Projekt ist ja nicht entstanden, weil ich irgendwelche Klicks oder gar Geld damit verdienen will. Es ging schon immer darum ein Tagebuch meiner Eindrücke aufzuschreiben. Subjektiv, mit Spaß dabei und ohne Druck von außen. So wird es auch bleiben. Keinehalbendrinks.de ist die mittlerweile größte originär deutschsprachige Sammlung von Whiskyreviews. Da bin ich natürlich Stolz drauf. Es gibt sogar Brennereien und Brennstile, da ist das hier weltweit die größte Sammlung. Aber es ist und bleibt mein Hobby. Ich verdiene damit kein Geld – ganz im Gegenteil, es kostet mich richtig viel Geld – und das macht mich frei es genau dabei zu belassen.
Alexander: Wie sieht es mit der Jubiläumsabfüllung aus? Wann kommt die?
Tobias: Im Blog lesen die Menschen das jetzt zum ersten Mal: Ja, es wird eine eigene Abfüllung eines schottischen Whisky anlässlich der 10jährigen Jubiläums geben. Zum Release-Zeitpunkt und anderen Details kann ich aktuell nichts sagen. Ist nicht ganz einfach, so ein Projekt. Außer das ich anstrebe, dass sie um die 100€ liegen wird. Call me crazy: natürlich zum Selbstkostenpreis.
Astrid: Du schreibst sehr zuverlässig einen Beitrag pro Woche. Wie genau geht das und hast du vor das weiter zu machen?
Tobias: Nun, wenn es die äußeren Umstände zulassen würde ich sehr gerne dabei bleiben. Das ist ein guter Rhythmus für mich. Wie das geht ist recht einfach: Zum Glück stört es hier niemanden, wenn ich abends auf dem Sofa Tastingnotes schreibe, während TV gekuckt wird. Andersrum stört es mich nicht, wenn dort etwas läuft, was mich nicht interessiert. Und was glaube ich auch noch wichtig ist: Ich trinke beim besten willen nicht alles und vor allem nicht alles aus. Die meisten Reviews basieren auf 2-3cl Samples und oft schlucke ich davon auch nur ein halbes cl. So klappt das für mich ganz gut. Was wiederum für mich selbst die Frage aufwirft wie man anderswo 20-30 Whisky pro Woche reviewed und am Wochenende dann auch noch andere Spirituosen unterkriegt. Aber das müssen andere beantworten. 😉
Astrid: 10 Jahre Keine halben Drinks sind vorbei. Wo solls hingehen?
Tobias: Ich würde schon gerne noch die Lücken schließen. So grob 5 Abfüllungen jeder schottischen Destillerie verkostet haben. Das wäre doch was. Ein paar Interviews wären auch noch schön. Es gibt so viele tolle Menschen in der Whiskyindustrie, die ihr alle kennenlernen solltet. Nur kosten mich diese wirklich überproportional mehr Zeit, deshalb sind sie eine Seltenheit. Da gehen schon mal 10 Abende drauf, bis ein Interview verblogt ist.
Alexander: Anschließend daran: Was ist dein Holy Grail? Was musst du unbedingt mal noch trinken? Wann würdest du sagen jetzt ist alles erreicht?
Tobias (lacht): Du hast schon noch auf dem Schirm was wir hier heute getrunken haben. Da ist es lustig nach einem Gral zu fragen.
Alexander: Ja genau deswegen.
Tobias: Ich führe auf jeden Fall keine Liste mehr, mit Abfüllungen die ich unbedingt mal noch trinken muss. Das macht keinen Sinn da etwas nachzujagen. Klar hätte ich gerne mal einen Bouquet im Glas. Oder eine der Macallan Lalique, nur um den Hype zu verstehen. Aber dafür lasse ich mir nicht die vielen anderen tollen Dinge entgehen, die es so gibt. Ich glaube ein paar St. Magdalene Originalabfüllungen wären noch schön. Der für die Wohnungskäufer, nach dem Abriss. Oder der Linlithgow Diageo SR in der flachen Flasche. Die sind realistisch machbar und einhornig genug. 😉 Bezüglich dem „alles erreicht“ kann ich nur sagen: Ich hoffe nicht, dass ich irgendwann keine Lust mehr habe. Aber ausschließen kann ich das natürlich nicht. Eine definierten Punkt dafür, wann das hier alles für immer eingefroren werden würde, gibt es aber auf keinen Fall.
Tobias: Vielen Dank für eure Fragen und das ihr den Spaß mitgemacht habt!
Und sonst so?
Wir haben insgesamt vier Stunden gefeiert und philosophiert. Hier noch ein Auszug worum es unter anderem dabei ging:
- Wie ist die Punkteskala bei unseren Bewertungen zu verstehen. Tobias erklärt, dass es sich um %-Zustimmung handelt. Dass also eine Grundaffinität zu Whisky eigentlich dazu führt, dass die Gaus-Verteilung um mindestens 50 Punkte nach rechts verschoben ist. Nicht alle sind sich einig, dass dies für sie Sinn macht. Sie fühlt sich dadurch zu eng an („alles ist eine 87“). Im Sinne der Vergleichbarkeit ist es aber auf jeden Fall sinnvoll bei einer Skala zu bleiben. Tobias wirft auch noch ein, dass er als Unterkriterium noch sowas gibt wie „bei 85 Punkten würde ich mir noch ein Glas bestellen, bei 89 Punkten überlege ich mir eine Flasche zu kaufen“.
- Christian und Daniel sind jetzt unabhängige Abfüller und haben damit ein Side Quest, also eine Nebenaufgabe in ihrem Lebensabenteuer, für sich gefunden. Das erste Release steht noch für dieses Jahr im Raum. Mehr dazu unter diesem Link.
- Alexander freut sich, dass wir von anderen Hobbies kommend zum Whisky gefunden haben. Das repräsentiert für ihn im besten Sinn Zusammenhalt und Freundschaft. Ein Hobby, dass man teilen kann und will. Dazu runderherum (fast) nur nette Menschen. Für uns alle ein Anker im Leben.
- Die Runde scherzt darüber ob Tobias seine Tastingnotes auch irgendwie überprüft („hast du schon mal an einem Kiesweg geleckt?“).
- Wir stellen (mal wieder) fest, dass wir nicht Zielgruppe für Whisky mit 40% sind. Es aber überraschende Ausnahmen gibt. Z.B. die Brown Labels oder der Inverleven von oben.
Danke!
Am Ende des Beitrags dann doch noch persönlich von Tobias und in der Ich-Form:
10 Jahre… unglaublich. Ich weiß echt nicht, wie das passiert ist. Beziehungsweise ich weiß es schon. Es macht mir nicht nur Spaß, Whisky zu explorieren, sondern auch zu sehen, dass dieses Thema nicht nur für mich einen Stellenwert hat. Ich sehe euch, die ihr lest – was ich an den Aufrufen der Seite sehe – und mir manchmal sogar schreibt. Darüber freue ich mich immer besonders und daraus sind auch fantastische und nun schon langandauernde Kontakte geworden (liebe Grüße in die Schweiz). Ich sehe ein immer größer werdendes Netzwerk in die Industrie, dass ich nicht nur anzapfen darf für Informationen und Zugang zu Abfüllungen, sondern die ich mittlerweile auch Freunde nennen darf. Und ich sehe meine Familie und Freunde, die mich nicht nur in meinem Nerdtum gewähren lassen, sondern mich auch unterstützen. Mit Samples, Unterstützung bei Tastings die ich halte und vielem mehr. Ihr lasst euch auf so vieles ein. Danke. Euch allen! Auf die nächsten 10 Jahre.
Mehr zu: Bruichladdich, Inverleven, Lagavulin, St. Magdalene, Neun Jahre keinehalbendrinks.de
Bilder: Eigene Anfertigung
Samples: Eigene Flaschen




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